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Praxis Dandelion

Klinische- und Gesundheitspsychologie

Das weite Land der Seele


Lange Zeit herrschte sowohl in der Gesellschaft als auch im wissenschaftlichen Denkmuster die Meinung, ein Mensch sei entweder gesund oder krank.

Mit fortschreitender Forschung kam man immer mehr zu der Erkenntnis, dass Gesundheit und Krankheit zwei Pole sind, zwischen denen man sich bewegt und man nie entweder vollkommen krank oder vollkommen gesund ist. Der Wissenschaftler Aaron Antonovsky hat diese Idee 1979 erstmals präsentiert. Selbst, wenn eine chronisch diagnostizierte Krankheit oder Störung vorliegt, so gibt es in jeder Person auch immer Anteile, die gesund sind. Und genau diese Anteile wollen wir finden, stärken und zur Behandlung nutzen.

Wenn man "Gesundheit" oder "Krankheit" in Büchern oder Suchmaschinen recherchiert, findet man zahlreiche Definitionen und jeder Mensch an sich hat eine andere Empfindung von "gesund sein" oder "krank sein". Die aktuelle Definition der Welt-Gesundheitsorganisation zu dieser Fragestellung lautet


Gesundheit ist ein Zustand des vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlergehens und nicht nur das Fehlen von Krankheit oder Gebrechen.“


Für unsere Arbeit bedeutet "gesund sein" in diesem Sinn also, aktiv am Leben teilzunehmen, sich und seine Grundbedürfnisse spüren und befriedigen zu können und sich am Leben zu erfreuen.

Eben diese Philosophie verfolgen wir auch in der Arbeit mit unseren Patienten und Patientinnen: Ein Behandlungserfolg ist nicht nur ein niedrigerer Wert auf der "Depressions-Skala", sondern vielmehr eine Steigerung der Lebensqualität und Lebensfreude mit direkten Auswirkungen auf ihre körperliche und psychische Gesundheit. Dabei bedienen wir uns unter anderem an den Methoden der Klinischen- und Gesundheitspsychologie.

In diesem Zusammenhang soll auch darauf hingewiesen werden, dass Klinisch-Psychologische Beratung auch dann sinnvoll und hilfreich sein kann, wenn keine diagnostizierbare Störung zugrunde liegt, sondern Betroffene einfach das Gefühl haben "überfordert zu sein" oder "nicht mehr zu können". Es muss nicht zwangsläufig eine psychische Krankheit vorhanden sein, um bei der Bewältigung  schwieriger Lebensphasen Hilfe in Anspruch zu nehmen. 




Was ist Klinische Psychologie?


Die Klinische Psychologie ist ein Teilgebiet der Psychologie, welches sich mit der Untersuchung, Beratung und Behandlung von Personen in den unterschiedlichsten Settings beschäftigt. Klinische Psychologinnen und Psychologen arbeiten dabei mit Menschen, die unter psychischen, sozialen oder körperlichen Beeinträchtigungen oder Störungen leiden. In diesen Bereich fallen sowohl psychische Erkrankungen (wie beispielsweise Depressionen oder Angststörungen), als auch körperliche Beschwerden mit psychischen Einflüssen (Psychosomatik, Bewältigung chronischer Schmerzen, o.Ä.). Die Zielgruppe streckt sich von Kindern über Jugendliche bis hin ins Erwachsenenalter und kann sowohl einzelne Personen, als auch Paare oder Familien und sogar ganze Gruppen umfassen.


Das Klinisch-Psychologische Arbeitsfeld beinhaltet dabei


 Je nach Bedarf und Wunsch der Klientinnen und Klienten kann auch eine intensive Zusammenarbeit mit Ärzten, Sozialarbeitern oder Physiotherapeuten erfolgen, um die Betreuung optimal zu gewährleisten und alle Problemfelder abzudecken.

Neben der Behandlung von bestehenden Störungsbildern beschäftigt sich die Klinische Psychologie aber auch mit der Prävention - also der Vorbeugung von Krankheiten und kann dabei helfen, gesundheitsförderliches Verhalten zu erlernen. Dies kann in Form einer Beratung (Raucherentwöhnung), aber auch über Vorträge und Seminare erfolgen.


Für weitere Informationen können Sie gerne die Broschüre des Bundesministeriums für Gesundheit herunterladen:


Klinische Psychologie - Wenn's allein nicht weiter geht
Broschüre des Bundesministeriums für Gesundheit
Klinische Psychologie_BMGF.pdf (598.91KB)
Klinische Psychologie - Wenn's allein nicht weiter geht
Broschüre des Bundesministeriums für Gesundheit
Klinische Psychologie_BMGF.pdf (598.91KB)




Quellen:

Antonovksy, A. (1979). Health, stress and coping: New perspectives on mental and physical well-being. San Francisco: Jossey-Bass

Myers, D.G. (2005). Psychologie. Heidelberg: Springer Medizin Verlag.

WHO. (2001). The World Health report 2001. Mental health: New understanding, new hope


https://www.bmgf.gv.at/cms/home/attachments/6/9/3/CH1452/CMS1143467815161/kpl_broschuere_2013.pdf (Stand: 11.02.2018)